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Begriffsklärung

Am Beginn meiner Arbeit möchte ich zwei Begriffe erklären und zwar den Begriff Trauer und den Begriff Trauerarbeit.

Trauer

Trauer ist ein sehr persönliches Lebensgefühl. Es ist eine Erfahrung, die unweigerlich jeder Mensch einmal durchleben muss. Wenn wir trauern, spüren wir die unterschiedlichsten Gefühle, die sich in den verschiedensten Gefühlsäußerungen und Verhaltensweisen widerspiegeln. Viele Menschen versuchen ihre Trauer zu unterdrücken oder sie aus ihrem Bewusstsein zu verdrängen, doch das gelingt nicht, da sie mit dem schmerzhaften Wissen verbunden ist, etwas Vertrautes, Geliebtes, ... zu verlieren. Es gibt wohl niemanden, der von der Trauer verschont bleibt, und nur wenn man sie durchlebt, ist es möglich, sie zu bewältigen. Trauer ist eine angeborene, natürliche, gesunde Fähigkeit, ohne die weder Erwachsene noch Kinder schmerzhafte Verluste begreifen, in ihr Leben integrieren und sich neu orientieren können. Trauer bedeutet im herkömmlichen Sprachgebrauch auch die äußere Bekundung durch kulturell geprägte Gebräuche und Riten, wie zum Beispiel das Tragen von Trauerkleidung oder die Durchführung von Beerdigungen. (vgl. Fleck-Bohaumilitzky, Wenn Kinder trauern, 2003, S. 7)

Trauerarbeit

SIGMUND FREUD meint mit dem Begriff der Trauerarbeit einerseits den Verarbeitungsprozess des Verlustes, der mit der Erkenntnis der Realität des Todes beginnt und mit der Aufnahme neuer Beziehungen endet. Trauer ist somit eine vorübergehende (depressive) Verstimmung im Sinne einer einsehbaren Reaktion auf unglückliche Lebensereignisse. Am Anfang und Ende unterscheidet sie sich von der Depression, kann jedoch eine solche werden, wenn die Trauer nicht verarbeitet und bewältigt wird. Zum anderen ist mit Trauerarbeit auch die einfühlsame und richtige Begleitung und Tröstung eines Trauernden gemeint. Trauerarbeit ist daher auch eine sehr intensive Form der Nächstenliebe. (vgl. Fleck-Bohaumilitzky, 2003, S. 7)