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Wenn die Großeltern sterben

Zu den Großeltern haben Kinder oft eine ganz besondere, innige und tiefe Beziehung, da diese mit weniger Konflikten belastet ist als die Beziehung zu den Eltern. Großeltern spielen eine besondere Rolle, da sie für Kinder eine zuverlässige, vertraute Stütze sind. Ganz besonders gilt dies für Enkelkinder, die mit der Scheidung der Eltern konfrontiert sind, da die Großeltern in diesem Fall oft ein wichtiges Bindeglied zu dem Elternteil sind, bei dem das Kind nicht wohnt.
Durch die Großeltern erleben Kinder, was es bedeutet, älter zu werden, da sie mit ansehen können, wie sich das Äußere verändert. Deshalb bleiben auch wichtige Fragen nach Sterben und Tod nicht aus. Wenn Großeltern dabei offen mit ihren Enkelkindern reden, kann es ihnen helfen, wenn sie später den Tod der Großeltern verarbeiten müssen, da sie sich nach dem Tod an die Worte erinnern und dem Verlustschmerz weniger ausgeliefert sind. Wichtig ist dabei, dass die Großeltern die Fragen nicht falsch verstehen und dadurch gekränkt sind. Für Kinder ist es sehr hilfreich, wenn sie in Gespräche über eine Krankheit mit einbezogen werden und nicht hinausgeschickt werden, da dies ihr Selbstwertgefühl stärkt. Es ist für sie eine gute Gelegenheit, auch ihre Eltern in einer solchen Situation zu erleben. Außerdem ist es für ihre Verarbeitung einfacher, das Sterben der Großeltern zu erleben, da sie den Tod eines alten und kranken Menschen besser akzeptieren können als den eines Kindes oder eines jungen Menschen. (vgl. Ennulat, 2003, S. 38)

Die Trauer von Kindern ist aber sehr unterschiedlich, da sie von der Intensität der Beziehung zum Verstorbenen abhängt. Manche Kinder sind auch sehr erleichtert, zum Beispiel dann wenn die Großmutter oder der Großvater lange Zeit pflegebedürftig zu Hause war. Für sie bedeutet der Tod der Großeltern dann endlich wieder Normalität. (vgl. Fleck- Bohaumilitzky, 2003, S. 29)