sozialpaedagogin.at bietet eine Plattform zur gegenseitigen Information und Weiterbildung im Bereich der Sozialpädagogik.

 

Home
Themen
Fachliteratur
Praxis
Ferialpraxisberichte
Ferienlager der K..
Ferienturnus der ..
Kinderlager der K..
Tagesheimstätte f..
Didaktisch-methodi..
Spiele
Kochen mit Kindern
Reflexionsmethoden
Materialien
Rätsel, Denksport,..
Angebote für Klein..
Texte & Geschichten
Jahresfestkreis
Service
Forum
Index

 

Tagesheimstätte für Behinderte St. Pölten

Sommerpraxisbericht von Stefanie S.

Wie im vorigen Jahr verbrachte ich mein Sommerpraktikum in der Tagesheimstätte St. Pölten. Am Montag den 4. Juli. 2005 meldete ich mich pünktlich um 8 Uhr bei meiner Praxisbetreuerin. Da mir der Tagesablauf vom Vorjahr noch sehr vertraut war, konnte ich sofort mit meiner Arbeit beginnen. Die erste Woche wurde ich der Schwerstbehindertengruppe zugeteilt. Die meiste Zeit spielte ich mit den Schützlingen. Besonders beliebt waren die Spiele: "Mensch Ärgere dich nicht", "Uno" und "Puzzle bauen". Weiters durfte ich die Schützlinge bei Übungsblättern (Rechnen, Schreiben und Lesen) anleiten. Ich konnte meiner Kreativität freien Lauf lassen beim Binden von Kränzen und Gestalten von Gestecken. Auch hier konnte ich mir Schützlinge zur Hilfe holen. Wie jeden Donnerstag machten die Schützlinge der Schwerstbehindertengruppe einen Nachmittagssparziergang, auf dem ich sie begleiten durfte. In dieser Woche konnte ich wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Schwerstbehinderten sammeln.

Meine zweite Woche verbrachte ich in der Wäscherei. Dort bestand meine Tätigkeit aus Bügeln und Zusammenlegen der Wäsche. Ein wichtiger Punkt in der Wäscherei ist die Kommunikation mit den Betreuten. Hier arbeiten vorwiegend junge Frauen, die persönlichen Rat in Bezug auf Sexualität und Beziehungen suchen. Ich persönlich hatte keine Probleme in dieser Hinsicht über mein Privatleben zu sprechen. Ich hatte das Gefühl, dass sie über diese Gespräche sehr dankbar waren. Wenn die Arbeit getan war, konnte ich mit ihnen auch eine Partie Jolly spielen. Dies war eine gern angenommene Abwechslung.

Die dritte Woche wurde ich der Fertigung 1 zugeteilt. Die Schützlinge, die hier beschäftigt werden, sind von unterschiedlichsten Behinderungsformen und -graden betroffen. In dieser Gruppe werden Kugellager aufgefädelt und eingepackt, Plakate gefaltet und sortiert. Meine Verantwortlichkeit lag darin, die Kugellager zu kontrollieren und einzupacken. Wie in beiden anderen Gruppen war auch hier das Spiel ein Schwerpunkt. Einmal in dieser Woche fand eine Musiktherapiestunde statt. Ich begleitete meine Gruppe und sang und tanzte mit ihnen. Diese Stunde habe ich persönlich sehr genossen, weil es eine willkommene Abwechslung war. Ich konnte auch am gemeinsamen Kochen teilnehmen. Zum Abschluss durfte ich mit den Schützlingen Action-painting-Bilder gestalten. Dabei konnten sie sich so richtig austoben. Sie durften Farben auf Leinwände spritzen und schütten. Diese Aktivität machte den Schützlingen aber auch den BetreuerInnen sehr viel Spaß.

Tagesablauf

8.00 Beginn der verschiedenen Tätigkeiten
9.30 – 9.45 Pause
9.45 – 11.30 Fortsetzen der Arbeit
11.30 – 12.30 Mittagspause, diese wird bei Schönwetter im Garten verbracht
12.30 – 14.30 Fertigstellen der Arbeit, Zeit für Spiele
14.30 – 14.45 Pause
14.45 – 15.45 bei Schönwetter wird diese Stunde im Garten verbracht, sonst ist wieder Zeit für Spiele und Gespräche

Therapieformen, die angeboten werden

Dienstag Tanztherapie, Kreatives Malen
Mittwoch Musiktherapie
Donnerstag Bewegungstherapie