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Operante Konditionierung

Ein Verhalten, auf das eine positive Konsequenz erfolgt, wird auch später in ähnlichen Situationen eingesetzt. Verhalten, auf das eine negative Reaktion erfolgt, wird nicht mehr angewendet. Das Lernen beruht auf verschiedenen Erfahrungen. Eine Verhaltensweise wird demnach mit den darauffolgenden Konsequenzen in Verbindung gebracht. Dies ermöglicht, jene auszuwählen, die sicheren Erfolg verspricht.

 

Lernen durch Verstärkung

Mit Lernen durch Verstärkung bezeichnet man einen Prozess, in dessen Verlauf solche Verhaltensweisen vermehrt gezeigt werden, durch die der Organismus angenehme Konsequenzen herbeiführen oder aufrechterhalten bzw. unangenehme Zustände verringern oder vermeiden kann (siehe S.30).

 

Bedeutung des operanten Konditionierens für die Erziehung

Durch operantes Konditionieren können neue Verhaltensweisen oder Reaktionen erlernt werden. Für das Erlernen ist dabei die Konsequenz auf eine Reaktion von größter Bedeutung.

Um das Kind dabei zu unterstützen, erwünschte Verhaltensweisen aufzubauen, muss sowohl auf positive, wie auf nichterwünschte Verhaltensweisen eine Reaktion erfolgen.

Neben der positiven und negativen Verstärkung, die in diesem Zusammenhang dazu beitragen, eine Alternative zum aggressiven Verhalten zu entwickeln, kann hier die Nichtbeachtung des unerwünschten Verhaltens zusätzlich als Konsequenz erfolgen.

Um den Unterschied zur "Stillschweigenden Zustimmung" (Duldung von aggressivem Verhalten) zu verdeutlichen, muss erwähnt werden, dass das Ignorieren nur in Ausnahmefällen sinnvoll erscheint. Nichtbeachtung führt dann zum Ziel, wenn bereits erkennbare Anzeichen von Veränderung des Verhaltens vorhanden sind.

Im Zusammenleben mit einem Kind, das durch aggressive Handlungen auffällt, kommt der Gruppe dabei wesentliche Bedeutung zu. Verschiedene Formen von Aggression äußern sich durch verbale Attacken, Wutausbrüche, Provozieren von Streitereien usw.

Beachtet die Gruppe  das Verhalten des individuellen Kindes nicht, so kann dies ebenfalls zur Löschung eines nichterwünschten Verhaltens beitragen.

Ausgehend von der realen Heimsituation ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser "Effekt" zum Tragen kommt, deshalb gering, weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass in der Gruppe nur ein Kind lebt, das aggressive Verhaltensweisen zeigt.

Die SP hat jedoch die Möglichkeit, einzelne Kinder der Gruppe zu sensibilisieren, diese in ihren ursprünglich positiven Verhaltensweisen zu stärken, damit  sich aus dem individuellen Problem kein Problem der gesamten Gruppe entwickelt.