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Gesellschaftliche Lösungsansätze

Aufgrund des systemischen Ansatzes müssen alle Subsysteme der Gesellschaft in die Überlegungen miteinbezogen werden.

Das aggressive Kind spiegelt durch sein Verhalten letztendlich Wahrnehmungen und Erfahrungen wider, die nicht nur innerhalb des primären Bezugssystems (Familie) erfolgt sind.

Gesellschafts- und Sozialpolitische Veränderungen bewirken in allen Lebensbereichen Prozesse, die aggressionsfördernd sein können. Dies ermöglicht allerdings ebenso die Sichtweise, dass zur Verminderung des Phänomens Aggression positive Entwicklungen  des Gesamtsystems Voraussetzung sein müssen.

Je mehr Minderheiten eine Gesellschaft aufweist, umso häufiger klaffen Bedürfnisse und Anforderungen auseinander. Interessanterweise gibt allerdings gerade in einer Wohlstandsgesellschaft meist eine Minderheit Normen und Ansprüche vor und schafft damit weitere, die diesen Vorstellungen nicht entsprechen können. Hohe Leistungsansprüche, die jedoch Druck erzeugen, soziale Ungerechtigkeiten, die unzufrieden machen, Einkommensverhältnisse und Prestigevorgaben, die Frustrationen bewirken, führen zu intensiveren Trennungslinien zwischen den einzelnen sozialen Schichten. Wer von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozessen ausgegrenzt wird, entwickelt Angst und Abwehr.

In gesellschaftspolitische Maßnahmen müssen daher alle Sozialisationsinstanzen miteinbezogen werden. Prävention erfolgt demnach vor allem innerhalb des Systems Familie und der Schule. Weitere mögliche Ansatzpunkte bieten die Bereiche der Freizeit und der Medien.