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Lösungsansätze im Bereich der Freizeit

Die Gestaltungsmöglichkeiten der Freizeit werden durch unterschiedliche Bedingungen mitbestimmt. Sie ergeben sich aus familiären und finanziellen Voraussetzungen, sowie der spezifischen Situation des Lebensraumes. Fehlende Angebote und räumliche Einschränkungen führen rasch zu Langeweile und aufgebauten Spannungen.

Gerade sozial benachteiligte junge Menschen benötigen Freizeitanregungen, um Frustrationen  abzubauen und zusätzliche Sozialisationserfahrungen zu sammeln. Jugendprojekte müssen darauf abzielen, dass die Möglichkeit zur Beteiligung für den einzelnen tatsächlich gegeben ist. Weiters ist von Bedeutung, dass der Jugendliche die Chance bekommt, Erfahrungen zu machen, die ihn in seiner Identitätsfindung unterstützen.

Dies beinhaltet, die fehlenden Voraussetzungen des individuellen Lebensraumes zu kompensieren, in dem der Drang nach Spaß und Abenteuer befriedigt werden kann.

Durch Bedürfniserhebung und -analyse sollte die Schaffung von Jugendbereichen angestrebt werden, die vor allem in nahen Wohnumfeld liegen. Berücksichtigung findet dabei nicht nur die Erlebnissuche, sondern auch die Ermöglichung von Bewegung, der Gegenwartsbezug in Zusammenhang mit aktuellen Interessen und die Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eine offensive Plattform für die Anliegen und Bedürfnisse der Jugend zu schaffen. Auch hier ist multiprofessionelle Zusammenarbeit gefragt, um kreative Ideen kompetent verwirklichen zu können. In alle Teilbereiche  muss der junge Mensch miteinbezogen werden, um Identifizierung zu sichern.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle der Trend zu erlebnispädagogischen Aktivitäten, die im Sinne einer gesellschafts- und jugendpolitischen Überlegung als zusätzliche Maßnahme betrachtet werden können. An dieser Stelle werde ich jedoch nicht näher darauf eingehen. In Bezug auf gruppenpädagogische Ansätze ist die Bedeutung der Erlebnispädigogik  in besonderem Maße  anzumerken.

Alle genannten Bereiche erfordern eine intensivere Auseinandersetzung der Gesellschaft und Politik mit den Anliegen der Kinder und Jugendlichen. Die Umsetzung wirkungsvoller Maßnahmen ist nur dann gewährleistet, wenn finanzielle Mittel als Investition zur Verfügung gestellt werden und so die Unterstützung diverser Projekte zum selbstverständlichen Beitrag der Wertevermittlung und Aggressionsverminderung angesehen wird.

Kindheit und Jugend unterliegt in allen Gesellschaftsformen und Kulturen einer Vielzahl von Normen. Die Einstellung zum jungen Menschen ist stets im Wandel begriffen. Positive Veränderungen sind nur dann zu erreichen, wenn die Anforderungen an das Kind von Verständnis und Wertschätzung getragen sind. Kinderfeindliche Lebensräume und Haltungen entwickeln sich nicht aus individuellen Bedingungen, sie müssen im Zusammenhang mit strukturellen und systemischen Voraussetzungen reflektiert werden.