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Lösungsansätze im Bereich der Medien

Hier ergibt sich nochmals ein deutlicher Zusammenhang zum Bereich der Schule, da sich besonders der Unterricht eignet, um Kinder zu einem reflektierten Umgang mit den Medien anzuregen.

Da die unterschiedlichen Medien zu einem Teil unseres Lebens geworden sind, kommen wir nicht umhin, uns intensiv damit auseinanderzusetzen. Die Vermittlung von Medienkompetenz muss den jungen Menschen befähigen, bewusst auszuwählen und Inhalte kritisch zu betrachten. Dies macht erforderlich, sich auf aktuelle Interessensbereiche einzulassen, wodurch sich der Schüler ernstgenommen fühlt und sich die Möglichkeit ergibt, Haltungen und Einstellungen wahrzunehmen. Gruppendynamische Prozesse und geltende Normen werden vor allem dann sichtbar, wenn Themen miteinbezogen werden, von denen sich der junge Mensch direkt angesprochen fühlt.

Deshalb muss für den Unterrichtsbereich ebenso gelten, dass Medien sorgfälig ausgewählt werden und ihr Einsatz methodisch erfolgt. "Weniger ist mehr" soll der Grundsatz sein, um qualitative Auseinandersetzung zu gewährleisten und anhand der Modellwirkung, den sinnvollen Umgang zu verdeutlichen.

Medienpolitik beinhaltet die Aufgabe, selbst immer wieder kritisch zu beleuchten, welche Wirkungen sie erzielt. Dieser Verantwortung darf sie sich nicht entziehen, wenn es darum geht, Programme nach ihrem Inhalt auszuwählen, entsprechende Kennzeichnungen einzuführen und Wertvermittlung als Auftrag anzusehen. Erst wenige Sendeanstalten setzen auf Qualität statt Quantität, indem sie bewusst gewaltfreies Fernsehen anbieten. Wie bereits erwähnt, wird der Einfluß der Medien in Bezug auf Aggression und Gewalt sehr differenziert beurteilt, wodurch die Forderung, Gewaltdarstellungen einzuschränken stets entkräftet wird. Gerade in Bezug auf das Kinder- und Jugendprogramm sollte das qualitative Angebot jedoch zu einer Norm werden. Dies beinhaltet nicht nur die Kennzeichnung von Inhalten, sondern ebenfalls ein Verbot von Werbeeinschaltungen und Programmvorschauen, die nicht altersentsprechend sind.

Die Macht der Medien ist ungebrochen, wir sind ihnen allerdings nicht schutzlos ausgeliefert.