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Das wechselseitige Zusammenwirken des Didaktik- und Praxisunterrichtes

Die Inhalte des Praxisunterrichtes müssen  in weiten Bereichen mit den theoretischen Grundlagen des Didaktikunterrichtes übereinstimmen. Der Transfer des Gelernten in die konkrete Praxissituation kann nur erfolgen, wenn beide Lernfelder in gleicher Weise berücksichtigt und als zusammenhängendes System betrachtet werden.

Methodisch-didaktische Grundsätze können dann direkt umgesetzt werden, wenn sich die Anforderungen an die Praktikantin konkret auf erarbeitete Themen beziehen.

Aufgrund der begrenzten Praxiszeit kann die Umsetzung nur in Teilbereichen gelingen, innerhalb der schulischen Nachbereitungsphase soll der SchülerIn deshalb ermöglicht werden, Erkenntnisse zu sammeln und einzelne Situationen nochmals intensiv zu reflektieren. Vor allem das Rollenspiel eignet sich besonders, um Interaktionen zu erfassen und weitere Handlungsalternativen zu erarbeiten.

 

Aspekte der Erziehungshilfe bei aggressivem Verhalten

Gestaltung des sozialen Erlebnis- und Erfahrungsraumes = Schaffung einer anregenden erzieherischen Atmosphäre - therapeutisches Milieu

  • Akzeptierung und Geborgenheit
  • Regel- und Ordnungssystem
  • Modelle für soziales Lernen und Verhalten
  • Spielraum für bewusstes Interagieren

 

Förderung durch sozialpäd. orientierte Gruppenaktivitäten = Soziales Lernen wird durch den planmäßigen Einsatz  von gemeinsamen Aktivitäten unterstützt

 

Persönliche Qualitäten der SozialpädagogIn

  • akzeptierende Haltung jedem Kind gegenüber
  • emotionale Wärme
  • positive Grundstimmung, Feinfühligkeit
  • innere Sicherheit und Ausgeglichenheit
  • Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Geduld und Toleranz - positive Einstellung, dass das Verhalten veränderbar ist
  • Kompetenz, Engagement und konstantes päd. Handeln
  • Fähigkeit, die Möglichkeiten, Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse abzustimmen
  • Fachwissen, Flexibilität im Denken und Handeln
  • Fähigkeit zur Selbstkritik
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit Kollegen, Eltern, ...

 

Situationsadäquates Intervenieren zur Vorbeugung kritischer Situationen

  • konsequentes Beachten, bzw. Verstärken von auch nur ansatzweise gezeigtem positiven Verhalten
  • Vermittlung von Verhaltensregeln
  • Vertragschließen
  • Bewußtes Ignorieren päd. unerwünschten Verhaltens
  • Bereitstellen von Möglichkeiten zur Äußerung belastender Emotionen
  • Frustrationstoleranz
  • Umlenken und Umgestalten (siehe Seite 58)
  • Rechtzeitiges Signalisieren der Nichtduldung
  • Einhalten unverzichtbarer Grenzen
  • Mobilisierung von scheinbar unbeteiligt erscheinenden Gruppenmitgliedern bei gemeinsamen Aufgaben und Unternehmungen
  • Verhaltensweisen der SP, mit denen sie zu erkennen gibt, dass sie die Situation überblickt

 

Intervenieren bei Auftreten des unerwünschten Verhaltens

  • Körperliche Nähe und Zuwendung bei Erregung und Angst
  • Anbieten einer helfenden Beziehung
  • Umgruppieren, Umstrukturieren (z.B. Sitzordnung, Thema wechseln,..)
  • Beruhigen zur Stützung der Selbststeuerung
  • Unterbrechen der Verhaltenskette, kontrolliertes Eingreifen
  • Anbieten von Möglichkeiten zur motorischen Abfuhr, um innere Spannungen zu vermindern und das psychische Gleichgewicht herzustellen
  • Kurzzeitiges Isolieren
  • Rücknahme von positiven Verstärkern
  • Aufgreifen von Konfliktsituationen in Einzel- oder Gruppengesprächen

 

Auflistungen in dieser Art sind als Diskussionsgrundlage zu verstehen und schaffen für die SchülerIn einen Überblick über zusammenhängende Faktoren. Durch entsprechende Übungsbeispiele und das Veranschaulichen anhand konkreter Beispiele können Anleitungen erst verinnerlicht werden.