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Inhalt und Beziehungsaspekt

Watzlawick et al. unterscheiden in ihrer Kommunikationstheorie zwischen Inhalts- und Beziehungsaspekten. Den Begriff Aspekte ersetze ich hier durch den Begriff Ebe­nen, da dieser meine bildliche Vorstellung von verschiedenen "Bewusstseinsebenen" besser ausdrückt.

Auf der Inhaltsebene werden bewusst (sachliche) Informationen ausgetauscht.

Die Vorgänge auf der Beziehungsebene liegen dagegen oftmals im Un­be­wussten. Hier werden Informationen darüber vermittelt, wie der Empfänger die gesendeten Signale interpretieren soll. Gleichzeitig findet die Be­ziehungs­definition zwischen den Kommunizierenden statt.

Auf der Beziehungsebene wird also gesendet, wie die auf der Inhaltsebene mitgeteilten Informationen aufzufassen sind. Es werden Beziehungs­in­for­ma­tionen über die Sachinformationen gegeben. Im Sinne einer "Daten­hierarchie" wären dies also Metainformationen, die auf einer der Inhaltsebene über­ge­ordneten Metaebene gesendet werden, denn die Prozesse auf der Be­ziehungs­ebene bestimmen, wie die Informationen auf der Sachebene interpretiert werden.

Ein Gespräch über den Beziehungsaspekt (die Metaebene) eines Kom­muni­ka­tionsprozesses nennt man deshalb eine "Metakommunikation", da eine Kom­munikation über Kommunikation stattfindet.

Die Beziehungsebene wird auch deshalb als der Inhaltsebene übergeordnet angesehen, da der Beziehungsaspekt den inhaltlichen Informationsaustausch stärker bestimmt und beeinflusst als umgekehrt. (vgl. Watzlawick et al., 1985, S. 53ff)