sozialpaedagogin.at bietet eine Plattform zur gegenseitigen Information und Weiterbildung im Bereich der Sozialpädagogik.

 

Home
Themen
Aggression
Kommunikation im K..
Vorwort
Einleitung
Theoretische Grun..
Was ist Kommunik..
Axiome menschlic..
Unmöglichkeit d..
Inhalt und Bezi..
Kommunikationss..
Digitale und an..
Symmetrische un..
Kommunikationsmo..
Aktives Zuhören
Kommunikation(sku..
Zusammenfassung
Literatur
Anmerkungen
Ist die Oma jetzt ..
Fachliteratur
Praxis
Service
Forum
Index

 

Kommunikationsstruktur

Bei oberflächlicher Betrachtung erscheint ein Kommunikationsprozess als "ein ununterbrochener Austausch von Mitteilungen" (Watzlawick et al., 1985, S. 57). Doch tatsächlich empfindet jeder/jede TeilnehmerIn eine bestimmte Kommunikationsstruktur, die oft nicht deckungsgleich mit der Wahrnehmung anderer Personen ist. Mit Interpunktion einer Kommunikation ist demnach deren Strukturierung in Abschnitte gemeint. Ein Abschnitt besteht aus Sendung und Empfang einer Mitteilung sowie der Reaktion des Empfängers. (vgl. ebd., S. 57)

In dieser Hinsicht beruhen z.B. Streitgespräche oder Beziehungskonflikte auf unterschiedlicher Interpunktion der Kommunikation. D.h., jeder/jede Gesprächs­teilnehmerIn setzt einen eigenen Anfangspunkt und macht dem anderen den Vorwurf des Angefangenhabens und sieht dabei seine Reaktion als Verteidigung auf den Angriff des anderen. (vgl. ebd., S. 58 f)

"Ein unbefangener Beobachter hingegen wird schnell erkennen, daß jede Handlung sowohl auf eine vorausgehende reagiert als auch auf die folgende auslösend wirkt. In diesem Sinne hat die Kommunikation keinen Anfang und keine Ende. Sie ist kreisförmig". (Bachmair et al., 1982, S. 82)

Ein solcher Konflikt wird für die Beteiligten unauflösbar, wenn ihnen die Fähigkeit zur Metakommunikation (s.o.) fehlt und sie deshalb ihr eigenes Verhalten nicht als Voraussetzung für das Verhalten des anderen begreifen können.