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Zusammenfassung

Glück ist, auch das zu lieben, was man tun muss,
und nicht nur das, was man tun will.

aus England

Mit der Messlatte dieses englischen Sprichworts gemessen, darf ich mich glück­lich schätzen. Nur so aus Wissbegier, Lerneifer, Neugier, Lust oder Laune heraus hätte ich diese Arbeit gewiss nicht geschrieben. Sie war schlichtweg ein "Muss" und kein "Ja, ich will.". Dennoch habe ich die Arbeit an der Arbeit lieben ge­lernt. Mein Glück scheint jetzt vollkommen, indem es sich mit dem Glück(sgefühl) potenziert, sie auch (endlich zum Abschluss zu bringen!

 

Ich versuche hier, noch einmal kurz die wesentlichsten Hauptanliegen dieser Arbeit zusammen zu fassen. Wenn es mir daran gelegen ist, die Kom­muni­kation(skultur) im Unterricht verbessern zu wollen, muss zunächst einmal geklärt werden, was Kommunikation überhaupt ist. Mit der Darstellung der Ansätze von Watzlawick et al. und Schulz von Thun bzw. der Anliegen des Aktiven Zuhörens habe ich exemplarisch versucht, den theoretischen Unterbau für weitere Überlegungen zu liefern.

Im zweiten Hauptpart ging es mir darum, einige Bestimmungsgrößen zu er­örtern, die uns un- bzw. mittelbar ein Stück unserem Ziel näher bringen. Nach einer Standortbestimmung ging es um die Frage, was ich als Lehrer­per­sön­lich­keit dazu tun kann. Ihre Beantwortung führte uns zur Auseinandersetzung mit Menschenbild, Haltungen und Führungs-/Erziehungs­stil. Die Aus­einander­setzung mit sich selbst und seinen geistig-geistlichen Wurzeln kann mitunter ein sehr schmerzlicher und langer Reflexions- und Selbstanalyseprozess sein. Hierin liegt m.E. ein ganz wesentlicher Ansatzpunkt, um in der zwischen­menschlichen Kom­muni­kation – metapherhaft gesprochen – "weiter zu kom­men", sie "flüssiger" und "runder" zu machen.

Von den methodischen Möglichkeiten, sich auf unser Ziel hin zu bewegen habe ich beispielhaft eine Übersicht über verschiedene Unterrichtsprinzipien (ge­won­nen aus Analysen von "gutem" Unterricht) gegeben und die TZI mit ihrem "dynamischen Gleichgewicht" von Thema, Ich und Wir vorgestellt.

Und zu guter Letzt haben wir uns mit der Bedeutung der Sprache und mit Ver­ständlichkeit auseinander gesetzt, weil auch hierin enormes Potential liegt, um bei den SchülerInnen "anzukommen" (vordergründig im Sinne von sie erreichen, aber durchaus auch im Sinne von bei ihnen beliebt zu sein, weil dies wiederum einen gewünschten positiven Kommunikationszirkel auslöst). 

 

 Abschließen möchte ich mit einem Zitat:

"... Grundsatz von C. G. Jung: ‚Lerne alles, was du kannst, über Theorie, aber: Wenn du zum Patienten gehst, vergiß das Textbuch!’

Das heißt auf die Kommunikation bezogen:        
Lerne alles, was du kannst, über die Verbesserung der Kommunikation. Aber: Wenn du einem anderen gegenübersitzt, vergiß die Theorie. Stelle dich auf den Menschen ein, nicht auf die Nachricht!" (Birkenbihl, 1987, S. 188)

Umgelegt auf die schulische Situation könnte man das erweiterte C. G. Jung-Zitat analog noch einmal umformulieren und sagen:

Lerne alles, was du kannst, über die Verbesserung der Kommuni­kation. Aber: Wenn du vor der Klasse stehst, vergiss die Theorie. Stelle dich auf den einzelnen Schüler ein, nicht auf seine Nachricht!"      
Abbildungsverzeichnis

Abb. 1:  Bachmair, Sabine et al.: Beraten will gelernt sein. Ein praktisches Lehrbuch für Anfänger und Fortgeschrittene. Beltz, Weinheim/Basel 1999, S. 103

Abb. 2:  Quelle: brg-perau.edu.eu.org/watzlaw.htm, 11.02.2002

Abb. 3:  Quelle: www.schulz-von-thun.de/, 11.02.2002

Abb. 4: Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden: Störungen und Klärungen - Psychologie der zwischenmenschlichen Kommunikation. rororo, Reinbek bei Hamburg 1987, S. 30

Abb. 5:  Bundesministerium für Unterricht und Kunst (Hrsg.): So­zia­les Lernen. Sich selbst entfalten und die Kraft der Gruppe nutzen. Ein Arbeitsbuch für alle, die im Team arbeiten wollen. Styria Graz, 1993, S. 22

Abb. 6: Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden: Störungen und Klärungen - Psychologie der zwischenmenschlichen Kommunikation. rororo, Reinbek bei Hamburg 1987, S. 30

Abb. 7: Klein, Irene: Gruppenleiten ohne Angst. Ein Handbuch für Gruppen­leiter. München, Pfeiffer 1995, S. 96