sozialpaedagogin.at bietet eine Plattform zur gegenseitigen Information und Weiterbildung im Bereich der Sozialpädagogik.

Siehe auch:
Stilleübungen 

Home
Themen
Fachliteratur
Praxis
Ferialpraxisberichte
Didaktisch-methodi..
Stilleübungen
Phantasiereisen
Ausarbeitung eine..
Spiele
Kochen mit Kindern
Reflexionsmethoden
Materialien
Rätsel, Denksport,..
Angebote für Klein..
Texte & Geschichten
Jahresfestkreis
Service
Forum
Index

 

Phantasiereisen

Wir unterscheiden versch. Arten:

  • Phantasiegeschichten: Sie knüpfen meistens bei Erzählen und Vorlesen an, die Hörenden werden eingeladen, sich die Geschichte innerlich vorzustellen, Verbindungen zwischen der Geschichte und dem eigenen Leben herzustellen.
  • Gelenkte Phantasiereisen: Beim Erzählen wird nur das Grundgerüst der Geschichte betont, jeder Satz kann ein Impuls sein, den Hörenden mit seiner Vorstellung zu füllen. Die Erzählung ist eine Hilfe für die Phantasie.
  • Geführte / halb offene Phantasiereise: Der Einzelne wird direkt mit „du“ angesprochen. Die Geschichte fordert dich heraus zu neuen Bildern und Vorstellungen, die aber an die Erzählung gebunden bleiben.
  • Offene Phantasiereisen: Es eröffnen sich große Erlebnismöglichkeiten, da wenig Anleitungen und Impulse gesetzt werden. In den Vorgaben werden Bilder angedeutet, der Text fordert zu eigenen Bildern heraus. Diese Form stellt eine Grenzform im pädagogischen Arbeitsfeld dar, da eine gute Vorbereitung und Nacharbeit Grundbedingungen sind.
  • Imaginationen: Sie haben in unserer Arbeit mit Sicherheit keinen Platz haben, da sie ihre Verwendung im therapeutischen Bereich haben. In den Texten geht es um Gefahren und um die anschließende Lösung, um Befindlichkeiten in Angst und Dunkelheit und die Herausführung daraus. Hierfür wird aber unbedingt eine therapeutische Ausbildung benötigt.

Was soll ich bei der Durchführung von Phantasiereisen beachten?

Voraussetzungen:

  • Eigene Auseinandersetzung mit Stilleübungen (praktische Erfahrungen)
  • Vorerfahrungen der Kinder berücksichtigen
  • Freiwilligkeit der Teilnahme ( Was machen Kinder, die nicht teilnehmen wollen? Möglichkeit zur passiven Teilnahme bieten – beobachten – schafft Vertrautheit!)
  • angenehme Atmosphäre schaffen (Raum vorbereiten)
Die Dauer der Übungen hängt von den Erfahrungen der Kinder mit dem methodischen Angebot ab. Sind die Übungen noch neu und ungewohnt, reichen einige Minuten aus. Grundsätzlich gilt es, die Kinder nicht zu überfordern! Die Dauer der Übung ist nicht für die Intensität der Wahrnehmung entscheidend. Vertiefung und Wiederholung der Übungen sind Vorraussetzung für persönliche Erfahrungen.

Bei der Auswahl der Übungen soll man den Erfahrungs- und Erlebnisbereich der Kinder berücksichtigen. Unter dem Inhalt sollen sich die Kinder etwas vorstellen können. („Die Insel“ – Kinder waren noch nie am Meer – ungeeignet!)